17 February 2009

DE - Rechtsprofessor kritisiert Vertragsentwurf für Kinderporno-Sperren

(Heise)
Thomas Hoeren, Professor am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster, hat die vom Bundesfamilienministerium und Bundeskriminalamt (BKA) gewünschte Vereinbarung "über die Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten im Internet" als haltlos bezeichnet. "Der vorliegende Vertragsentwurf ist in fast allen Bereichen juristisch sinnlos und nicht durchsetzbar", erklärte der Informationsrechtler gegenüber der Vereinigung CareChild. Der eigentliche Vertragsgegenstand, die technische Sperrung durch eine Umleitung von Webadressen über das Domain Name System (DNS), sei ferner "sowieso wirkungslos", stimmt Hoeren mit Experten bei einer parlamentarischen Anhörung überein. siehe auch CCC veröffentlicht Vertragsentwurf zum Sperren von Kinderpornographie